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Vorsicht vor Fassadenbeschichtern

Der Hauptverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz - Bundesinnungsverband des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks warnt Hausbesit­zer vor den Praktiken verschiedener Unternehmen, die zu „besonders günstigen Be­din­gungen“ Be­schichtungen von Häuserfassaden anbieten. Immer mehr häuften sich die Fälle, in denen der Auftraggeber nach Durchführung der Arbeiten feststellt, dass entweder die Qualität der Leistungen unbefriedigend und/oder der ge­forderte Preis erheb­lich höher als vereinbart ist. Rechtliche Schritte seien – so der Hauptverband – oft kaum möglich. Entweder hatte sich die ausfüh­rende Firma durch ge­schickte Vertragsfor­mulierungen abgesichert oder sie ist gar nicht mehr festzu­stellen, weil sie nicht einmal einen ordnungsgemäßen Firmensitz hat und die Arbeiten durch sogenannte „flie­gende Kolonnen“ ausführen lässt. Sie als Haus­besitzer sollten Fassaden­beschichtungen nur von ortsbe­kannten Unter­nehmen ausführen lassen, einem Maler- und Lackiererinnungsbe­trieb, der mit modernen Materialien – also selbst­verständlich auch mit Fassadenbeschichtungen – vertraut ist.
Wir sind als quali­fizierter Innungsfachbe­trieb hier Ihr Ansprechpartner.  

Fast alle Fälle ähneln sich in ihrem Ablauf: Die Firma - oft mit einer Phantasiebe­zeichnung - sucht über Zeitungsanzeigen "Musterhäuser" oder "Renommierobjekte", deren Fassaden beschichtet werden sollen. Der Hausbesitzer, der sich meldet, erhält rasch den Besuch eines Vertreters oder aber es klingelt ein Vertreter unaufgefordert an der Haustür. Alles sieht vorteil­haft aus: Es soll nur das verbrauchte Material be­zahlt wer­den, Arbeitslohn und Gerüstkosten würden nicht berechnet. Für das Ganze wird oft ein "Erfahrungswert" einge­setzt - Endabrechnung vorbehalten ..... . Schnell wird die Arbeit ausgeführt, schnell ist die Rechnung da. Doch das Erstaunen des Auftrag­ge­bers ist groß: Die Rechnung fällt wesent­lich höher aus ....., "weil der Mate­rial­verbrauch unerwartet hoch war". Der Ärger über diese Entwicklung wird noch größer, wenn man von einem Fachmann erfährt, wie preiswert ein Maler- und La­ckiererbe­trieb die Ar­beiten ausgeführt hätte - unter seinem bekannten Firmennamen und je­derzeit für Reklamationen erreichbar.

Eine weitere Variante: Vertreter "verkaufen" mitunter Aufträge, die sie geworben ha­ben an Ihnen unbekannte Ausführungsbetriebe. Achten Sie darauf dass in dem Ver­trag keine Klauseln enthalten sind, in denen Sie der Weitervermittlung des erteilten Auftrages zustimmen.

Eine nicht weniger ärgerliche Variante in der Arbeitsweise dieser zweifelhaften Un­ternehmen: Das Haus wird zu einem Festpreis renoviert, der Preis auch eingehalten - aber der Untergrund wird so schlecht vorbe­reitet und so minderwertiges Material verarbeitet, dass sich nach einiger Zeit wieder die alten Schäden einstellen und das Haus die "Blattern" bekommt.